Beschreibung

Fixierungen und andere freiheitsentziehende Maßnahmen stellen für Pflegende regelmäßig eine Konfliktsituation dar. Nach dem Werdenfelser Weg werden im Rahmen des geltenden Betreuungs- und Verfahrensrechts durch enges Zusammenwirken von Pflegenden, Angehörigen (Betreuer bzw. Bevollmächtigte) Pflegeeinrichtungen, Betreuungsgerichten und Behörden freiheitsentziehende Maßnahmen wie Bauchgurte oder Bettgitter weitestgehend vermieden. Dafür ist es wichtig jeden Einzelfall im Hinblick auf ein mögliches Verletzungsrisiko bei einem Sturz einerseits und wahrscheinliche Folgen durch eine Fixierung andererseits abzuwägen und einzuschätzen. Die Lebensqualität des Betroffenen und der Erhalt der Mobilität stehen im Mittelpunkt der pflegerischen Tätigkeiten. Folgen von Fixierungen sind physische und psychische Verschlechterungen des Betroffenen. Daher sind alternative Maßnahmen zu Fixierungen unter Einbeziehung der Biografie eine Chance, um die Lebensqualität und Selbstständigkeit der Betroffenen zu erhalten und zu fördern.

Inhalte:

  • Was ist der Werdenfelser Weg? – Einführende Gedanken
  • Rechtliche Grundlagen der Entscheidung bei Fixierungen, Haftungsfragen
  • Fixierungen und ihre Folgen für den Betroffenen
  • Sturzprophylaxe
  • Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen
  • Fallbeispiele
  • Reflexion

Zielgruppe: Altenpflegekräfte, Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen, Leitungsfachpersonen

Umfang: 8 Unterrichtsstunden von 09.30 Uhr bis 16:30 Uhr

Termin: 24.06.2019 / Standort: Oranienburg

Dozentin: Nadine Lexa, MAS ,Gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin, MAS Palliative Care, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit DBfK Nordoost e.V., Autorin, Fachjournalistin, Lehrbeauftragte, Verfahrenspflegerin nach dem Werdenfelser Weg®,Herausgeberin der Buchreihe „Palliative Care für Einsteiger“ & Moderatorin mit dem Zertifikat “Palliative Praxis der DGP”.

Kosten: 125,00 € – die Abrechnung erfolgt über den DBfK

Anmeldung: Zur Anmeldung nutzen Sie bitte das Anmeldeformular