Beschreibung

Gewalt ist oft ein Bestandteil des Alltags in der Pflege und Betreuung. Sie richtet sich sowohl gegen zu Pflegende als auch gegen Pflegende und Betreuende. Die Gewalt basiert auf dem Nährboden von Überforderung, Verunsicherung, mangelnder Anerkennung, dem Gefühl des Alleingelassen-werdens oder von Hilflosigkeit. Dies gilt sowohl für Pflegekräfte als auch für zu Pflegende oder deren Angehörige. Gewalt hat viele Facetten. Sie kann physisch und psychisch, durch Vernachlässigung, Missachtung des Willens, Freiheitseinschränkungen, Ruhigstellen mittels Medikamenten, aber auch durch soziale Isolierung erfolgen. Von Seiten der zu Pflegenden kann es zu Verweigerungsverhalten, verbalen und körperlichen Übergriffen kommen.
In diesem Seminar soll eine Auseinandersetzung zum Thema stattfinden. Zudem werden Wege aufgezeigt wie Gewalt vorzubeugen ist und ihr begegnet werden kann, um damit umzugehen.

Inhalte:

  • Definition des Begriffes Gewalt in Abgrenzung zum Aggressionsbegriff
  • Erkennen und Verstehen von Gewalt und gewalttätigem Handeln bei Pflegenden und der eigenen Person
  • Umgang mit aggressiven Gefühlen gegenüber zu Pflegenden
  • Gewalt aus der Sicht des zu Pflegenden und der Pflegekräfte
  • Ursachen der Gewalt
  • Phasen des Aufbaus und der Entwicklung von Gewalt
  • Deeskalation in Gewaltsituationen im pflegerischen und betreuerischen Alltag
  • Mediation: Konflikte ohne Gewalt klären
  • Präventionsstrategien
  • Wie können sich Pflegende und Betreuende schützen?

Zielgruppe: alle in der Pflege Tätigen

Umfang: 8 UStd. von 09:30 Uhr – 16:30 Uhr

Termin: Termin auf Anfrage

Dozent: Martin Meyer-Marzak, Supervisor (DGSv), zertifizierter Fortbilder Psychiatrie (Charité Berlin), Gesundheitswissenschaftler (B.Sc.) und Fachkrankenpfleger für Psychiatrie

Kosten: 125,00 € – die Abrechnung erfolgt über den DBfK

Anmeldung: Zur Anmeldung nutzen Sie bitte das Anmeldeformular